Museum "Altes Schulhaus"

Altes Schulhaus
Altes Schulhaus

 

Das Anwesen Haßlocher Straße 2 ist ein einfacher Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert. Ursprünglich diente das Gebäude als reformiertes Schulhaus mit Lehrerwohnung. Damals gehörte noch die landwirtschaftliche Einrichtung dazu.
Dies war das sogenannte Schulgut, erbaut 1769.
Das vorherige Schulhaus, das auf der nördlichen Seite des gleichen Grundstücks stand, dort wo heute das Sängerheim steht, war zu klein und auch baufällig geworden.
1769 war es dann mit dem Neubau so weit.
Man errichtete das Schulhaus Ecke Sandgasse/Haßlocher Straße. Anfänglich enthielt der Neubau der Schule nur einen Saal und eine Lehrerwohnung.
1816 erfuhr das Gebäude wegen Schulraummangel bereits eine Erweiterung,
die „dadurch notdürftig erzielt wurde, dass man die mit der Schule verbunden gewesene Lehrerwohnung mit dem Schulsaal vereinigte und die neue Lehrerwohnung an der Westseite anbaute.“
Dieser äußerliche Zustand besteht auch heute noch. Den neuen Schulraum teilte man in zwei Säle auf.

1987 überließ die Gemeinde die vorderen Räume dem Heimatpflege- und Museumsverein zur Erweiterung des Museums, da die als Schenkung empfangene Porzellansammlung im Alten Rathaus keinen Platz gefunden hätte.
Nach einer gründlichen, umfangreichen Renovierung durch die Gemeinde konnte das Museum 1992 bezogen werden.
1998 stellte die Gemeinde auch noch die hinteren Räume, bisher als Wohnung genutzt, dem Verein zur Verfügung, sodass ein weiterer Ausstellungsraum gewonnen werden konnte.

Das Erdgeschoß umfasst nun zwei Ausstellungsräume, einen Büroraum, ein Sitzungszimmer und eine Küche mit Abstellraum, sowie Bad mit Toilette (teils aus der früheren Wohnung).
Im Dachgeschoß sind ein Ausstellungsraum sowie ein Lagerraum für die jeweils nicht ausgestellten Museumsstücke, eine Abstellkammer und eine Toilette.
1998 veranlasste der Verein die Renovierung der zum Schulgebäude gehörenden Scheune aus dem Jahre 1808, wozu er einen größeren, aus der Stiftung Bednorz erlösten Betrag einbrachte. Eine Holztreppe ermöglichte die Erschließung eines Obergeschoßes. Die Instandsetzung konnte 1999 abgeschlossen werden.
Im Erdgeschoß finden Sie einen nachempfundenen Schulraum aus der Zeit um 1900 mit vielen Gebrauchsgegenständen für den schulischen Betrieb, u. a. Ranzen, Schiefertafeln, Lesebücher, Karten und Globus.
Der neu geschaffene Raum zeigt die Militaria, sowie die Rekonstruktion des amerikanischen Gefangenenlagers 1945 an der Böhl-Iggelheimer Straße mit vielen Gegenständen der Gefangenen aus dem Lager.
Im Dachgeschoß ist die umfangreiche und wertvolle Sammlung von Porzellan aus der Stiftung Bednorz in Vitrinen ausgestellt.
In der Scheune finden landwirtschaftliche Geräte und Gegenstände des ländlichen Haushalts sowie des Handwerks ihren Platz.
Der offene Geräteschuppen an der nördlichen Seite des Hofes konnte im Jahre 2004 als Neubau aus Mitteln des Vereins errichtet werden. Hier kommen größere landwirtschaftliche Geräte und Fahrzeuge zur Ausstellung.

Auszug aus einem Text von: Reinhold Schneider