Vereinsgeschichte

Die Vereinsgeschichte

 

Bereits 1925 hatte der an der hiesigen Volksschule tätige Lehrer Jakob Baumann, unterstützt vom damaligen geschäftsführenden Beamten der Gemeindeverwaltung, Peter Emmes, eine kleine heimatkundliche Sammlung begonnen, die im alten Rathaus untergebracht war.

Da aber nach dem Zweiten Weltkrieg große Wohnungsnot herrschte, vermietete die Gemeinde die Räume, in denen die Gegenstände gelagert waren. Die Sammlung brachte man deshalb 1945 zum Historischen Museum der Pfalz nach Speyer.

Am 6. Dezember 1956 gründeten interessierte Bürger den Heimatpflege- und Museumsverein Iggelheim. Zum Vorstand wählte man Karl Henn, Rektor an der hiesigen Volksschule. Ihm ist es zu verdanken, dass die Räumlichkeiten des historischen Rathauses wieder als Museum genutzt werden konnten.

Bis Juni 1957 konnte den Mietern andere Wohnungen zugewiesen werden. Nach der Renovierung des Anwesens holte Henn die Museumsstücke in Speyer wieder ab und holte noch viele weitere hinzu, wobei es ihn nicht abhielt auch auf Speichern nach antiken Stücken zu suchen.

Am 2.11.1957 war es dann soweit, dass das Museum offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte. Da aber Landrat Dr. Becker-Marx an diesem Tag verhindert war, musste die Einweihung auf den darauf folgenden Samstag verlegt werden. Dies wurde zugleich auch ein Festtag für den Initiator Karl Henn, denn er feierte am 9.November 1957 seinen 59. Geburtstag.

Nach zehn Jahren hatte es der Verein auf 140 Mitglieder gebracht. 530 Einträge museumswürdiger Gegenstände zählte inzwischen die Bestandsliste.

Aus gesundheitlichen Gründen trat Henn 1973 als Vorstand zurück. Als Nachfolger wurde Theo Brendel, ein Gründungsmitglied des Vereins, gewählt. Unter ihm erhielt der Verein 1974 seinen jetzigen Namen:

Heimatpflege- und Museumsverein Böhl-Iggelheim e.V.

Durch eifrige Werbung stieg die Zahl der Mitglieder 1991 auf über 300 an. 1999, nach 26 Jahren Vorstandstätigkeit, stellte Theo Brendel aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zu Verfügung. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt und ist bis heute als rühriges Mitglied und leidenschaftlicher Heimatkundler im Museumsverein tätig.

 

In der Mitgliederversammlung vom 24. März 1999 wurde Eugen Nonnenmacher als Nachfolger gewählt. Nach seinem Tod (3. Oktober 2010, ein Tag nach seinem 75. Geburtstag) wählte die Mitgliederversammlung am 23. Mai 2011 Frau Irma Nonnenmacher zum neuen Vorstand des Vereins. Sie führt dieses Amt bis heute aus.

 

Auszug aus einem Text von: Reinhold Schneider